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Aufwändige Bodensanierung in der Nähe von Reutlingen

Die 5.000-Einwohner-Gemeinde Riederich liegt zwischen Reutlingen und Nürtingen. Mitten im Ortszentrum befindet sich ein ehemaliges Textilunternehmen, auf dessen Grundstück der Boden im Untergrund mit leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen (LHKW) verunreinigt ist.

Die Geiger Niederlassung in Rottenburg wurde vor kurzem mit der Sanierung dieses 12.000 m² großen Geländes vom ehemaligen Eigentümer beauftragt, wobei die Gemeinde die Kosten der Arbeiten übernimmt.

Die eigentliche Baumaßnahme beginnt in der letzten Märzwoche und wird voraussichtlich bis Mitte Juni 2006 andauern. Insgesamt müssen 12.500 m³ Erdreich bis zu einer Tiefe von sechs Metern ausgebaggert werden. Nach Abschluss der Aushubarbeiten wird die Grube mit unbelastetem Bodenaushub wieder verfüllt.

Der gesamte Auftrag ist nur unter großen Sicherheits- und Schutzmaßnahmen für Mensch und Umwelt durchzuführen. Im Vorfeld der Aushubmaßnahme sind mehrere Grundwasserabsenkbrunnen zu bauen, damit die Baugrube wasserfrei gehalten werden kann. Diese Brunnen müssen während der gesamten Projektlaufzeit zur Absenkung des Grundwasserspiegels betrieben werden. Das abgepumpte Grundwasser muss zum Teil mit einem aufwändigen Verfahren (Strippung und Aktivkohle) abgereinigt werden.

Für die Arbeiter gelten bei diesem Projekt besondere Schutzmaßnahmen. Aufgrund der teilweise sehr hohen Schadstoffkonzentrationen im Boden wurden alle Baumaschinen mit speziellen Filterkabinen ausgestattet. Dadurch wird das Einatmen der flüchtigen Stoffe während der Arbeit vollkommen vermieden und gesundheitliche Gefährdungen werden somit ausgeschlossen. Weiterhin muss täglich die Schadstoffkonzentration in der Umgebungsluft, in der Baugrube und am Rand des Baufeldes gemessen und dokumentiert werden.

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