Mit einem großen Knall wurde das ehemalige AGFA-Hochhaus an der Tegernseer Landstraße im Stadtteil Giesing in München, am Sonntag, 17. Februar 2008 zur Geschichte. Gegen zwölf Uhr wurde das 52 Meter hohe Gebäude mit rund 125 Kilogramm Sprengstoff dem Erdboden gleich gemacht. Innerhalb von wenigen Sekunden fiel das Hochhaus wie geplant in Fallrichtung Nord-Osten auf einen extra hierfür freigeräumten Teil des Baustellengeländes. Rund 15.000 Zuschauer verfolgten live eine der größten Sprengungen der Geschichte Münchens.
Im Vorfeld der Sprengung war eine vollständige Entkernung und Schadstoffsanierung des Gebäudes notwendig. So wurde unter anderem die Demontage der Fassadenelemente effektiv und sicher durch professionelle Fassadenkletterer durchgeführt und innerhalb von sechs Wochen 6.000 m² Fassade demontiert. Unmittelbar danach konnten die eigentlichen Sprengungsvorbereitungen beginnen: So wurden beispielsweise rund 750 Löcher zur späteren Bestückung mit dem Sprengstoff gebohrt und zwei Meter hohe Wandausbrüche im Kern des Gebäudes vorgenommen. Zur weiteren Staubunterdrückung wurden sämtliche Stockwerke und Gebäudeteile am Sprengtag intensiv gewässert.
In den nächsten Wochen werden die zurückgebliebenen Schuttmassen sortiert, abtransportiert und fachgerecht entsorgt.
Künftig wird auf dem bislang ausschließlich industriell genutzten Gelände ein Wohn- und Gewerbepark entstehen. Die Neustrukturierung sieht entlang der Tegernseer Landstraße einen Gewerbeneubau mit circa 38.000 m² Geschossfläche vor.
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